Als wär gar nichts

Ich weiß noch, wie es war Als wir aus Sucht nach uns die ganze Nacht kein Auge schlossen Ausgenommen, wenn unsere Lippen sich trafen Und wir dabei ausgesprochen glücklich waren Und denk ich zurück an Momente wie diese betrübt's mich zwar Denn du bist schon längst an ganz anderen Orten, doch ich bin noch immer ein bisschen da Doch ich reis immer noch fast täglich zu dem Tag Als wir im Schneesturm durch die Straßen irrten Jene Songs im Radio liefen Die sich seitdem in meinem Schädel nicht begraben ließen Ich versuch fast täglich, sie vergeblich auf den Mars zu schießen Tss, und ich hab massig Textblätter zerissen Weil ich mir dachte, dass du's nicht wert bist, dass ich so Sätze an dich richte Und ich denke, dass war richtig Und wie kurz unsere Zeit am Ende dann war Ist letzlich nicht so wichtig Denn mein Herz hat sie zerissen, und das weißt du wohl auch Dennoch reißt du es raus Und so werd ich wieder mal zu diesem weinendem Clown Dessen einziger Trost eine Zeile erlaubt Und einzig nur aus diesen Gründen schreib ich es auf Und ich weiß, dass du versuchst, unser Kapitel zu verschließen Mach es bitte, komm, ich halt dich nicht auf Aber halt es nicht aus Weil ich momentan, auch wenn du mir die Scheiße nicht glaubst Dich eigentlich brauch! Und ich weiß noch, wie es war Als du mir sagtest, ich wär das, was du suchtest Ich wär der Ast in den Fluten Und wende Laster zum Guten Doch leider Gottes war das Ganze nur der Anfang des Buches An dessen Schluss man anfängt, die Geschichte ganz zu verfluchen Egal wie schön sie war! Meist greift man nach den Sternen, die am höchsten waren Erreichen ist zwar möglich, ja Doch meistens ist es Größenwahn Und seitdem ist der Tag, an dem wir zwei uns sehen, kein schöner Tag mehr Weil's leider nie für eins von diesen Scheißproblemen 'ne Lösung gab! Und nein, ich will von Schuld nicht sprechen Das wären ungerechte, dumme Sätze Resultat des Umstands, dass ich Wunden lecke Und ja, die Welt ist schön Doch momentan gibts hundert schlechte, doch nicht einen wirklich guten Grund zum Lächeln Und seit ich aus deinem Kopf bin Pump ich immernoch die Songs, die wir hörten Ganz lautlos aus Boxen Und lausche den Tropfen des Regens am Fenster- Sie liefern mir die Takte für jeden der Texte Und was ich seit diesem Thema erkenne, ist: Alles Bestehende hat geregelte Grenzen Und nachdem Gefühle entstehen im Menschen Vergehen sie wie Blätter, als wär es September Ich bin so unantastbar geworden seit der Sache mit dir Lass alle Worte wie Wasser gefrieren Aber das ist in Ordnung, ich schaffe das Wir waren im Endeffekt doch immer nur auf Anderes fixiert Aber danke für die Lektion! Alle guten Dinge kommen zu 'nem Ende und das leider Gottes restlos Dafür muss ich warten, bis mir wieder jemand helfen seine Hände reicht Und mich aus diesem gottverdammten Dreck holt! Ich bin im Ganzen zwar fertig Doch langsam bewährt sich, ich hatte mich ziemlich verbrannt an den Sternen Der Glanz war zwar herrlich, doch in 'nem Bereich der verdammt weit entfernt ist Das ist nicht mein Universum und keine Entfernung Die bei Überquerung ganz leicht ohne Stärke zu leisten wär Weswegen sich leider nie eine Reise bewährte Doch so reich an Erkenntnis ich nach dieser Scheiße vermeintlich auch werde Ist dich aus dem Kopf ganz zu streichen das Schwerste Denn Reste davon sind nun bleibend im Herzen Ich greife den Stift Schreib ein paar Verse Vermeid deinen Blick Auch bei weitester Ferne Die Lines, die ich schrieb, haben scheinbar den Wert Des Versuchs, jeden Rest so in Zeilen zu sperren Du bist der Grund für die Tristesse des Tages Mächtig schade Grund für gutes und schlechtes Karma Unser Buch- ein echtes Drama Ich bin, seitdem ich in diese Schluchten fuhr, zu fest gefahren Doch irgendwann lös ich mich wieder Und dann wird's für mich ein gutes Ende haben!

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Versfragmente

Sieh mich nicht an, ich kann den Blick nicht ertragen Und bitte dich, nicht zu fragen Denn meine Gründe kann ich dir gerade wirklich nicht sagen Nicht, dass ich keine kennen würd, das wär'n bisschen vefahren Nur lässt die Lage grade gar nicht zu, dass ich sie verrate Egal, wie gern ich's auch würde, da gibt es mehr als 'ne Hürde Und so sehr ich's begrüße, Gespräche ehrlich zu führen Gibt's keinen Grund, dich in die Nischen meines Herzens zu führen Nur, um dann außer deines Meitleids keinen Mehrwert zu spüren Und ja, so sehr es mich enttäuscht, hab ich's bisher noch nicht bereut Dich in mein Leben gelassen zu haben, Kerker sind schon toll Hier kann man all den Sorgen dank der ganzen Wärter nicht entkommen Und kann hier Hilfe allerhöchstens nur in Versformen bekommen Und so schreib ich seit Tagen darüber, Zeilen zu tragischen Büchern Einzig alleine, um mir das eigene Grab zu versüßen Man trifft Entscheidungen und der Preis ist, den Schaden zu büßen Meistens nicht einfach und dazu leider nicht grad'n Vergnügen... Tse... bitte weiger dich, mich anzufassen Es ist schon schwer, es bei den ganzen Wassermassen Endlich langsam mal an's Land zu schaffen Statt hier nur am Rand zu strampeln Keine Chance zum Anker lassen Es beginnt, mich krank zu machen Und deine Hand drückt mich unter den Spiegel des Wassers Lungen entzieht es die Kraft, durch Luft, die mir niemals so knapp war Und ich weiß, ich bin wohl unter ganz vielen nur Standard Und führ zu gerne ständig unser Kapitel zum Anfang Ich sollt es schließen, so wie du's getan hast Gute Wahl, doch dazu heißt es Mut zu haben Tu's doch mal, verflucht nochmal Du bist damit bisher doch eigentlich ganz gut gefahren Leider ist das Wort "vielleicht" doch ab und zu noch da Und diese Hoffnung hält mich ab davon, es abzuschließen Ich versuch, zu sagen, es sei Fantasie, man, lass sie liegen Doch stattdessen fang ich ganze Nächte lang an, wachzuliegen Texte auf 'nem Blatt Papier, wie mächtig satt ich's hab zu lieben Ich sitz in Scherbenresten, auf dem Zettel häufen sich die Versfragmente Obwohl ich in Zuständen wie diesen nicht so gerne rappe Und trotzdem tu ich's grad zu hauf, so als wär's die Rettung Leere Blätter werden Texte, ich werd nicht durch mehr besänftigt Es ist das Einzige, was mir gerad den Kopf frei macht Ganz egal, wer alles geht, der Block bleibt da Gott sei Dank doch ein Strand Der mir in all den Wassermassen etwas Hoffnung macht Irgendwann steh ich wieder auf trockenem Sand Bis dahin schluck ich alles runter, was du mir servierst Richte an dich massenweise Zeilen, die du nie kapierst Such Momente, die wir einst gemeinsam teilten, tief in mir Während du so tust als wär'n sie nie passiert Ist zwar schwer, jetzt damit klarzukommen Doch dass ich klar damit komme steht außer Frage, ganz egal, was kommt Ich habe gewonnen, denn ich hab mich schon längst problemlos davon frei gemacht Und eigentlich verdienst du für den Scheiß nicht mal den kleinsten Satz! Die Masken stehen mir gut, nicht wahr? He, ich finde auch, sie stehen mir ziemlich gut... Doch das Problem ist, dass du nichts als nur die Maske siehst Nicht, was sie so lasch verbirgt, nichts als bloß die Fantasie Die alles spielt, wohinter du wohl scheinbar nie gekommen bist Oder was du einfach nur äußerst gut ignorieren konntest Ich lauf davon, denn deinen Fängen werd ich nie entkommen Solang ich weiter fest glaube, dass wir das gleiche Ziel verfolgen Ha! Und ich war kurz davor, mich fallen zu lassen Doch mir ist's gelungen, bei dem Sturz nicht auf Asphalt zu landen Unser Weg bleibt trotzdem ein Parcours, den ich zu weit gerannt bin Ich hab an seinem Ende ganz allein gestanden... Und mit diesen Zeilen beende ich die Grübeleien Die grenzenlos erschienen, einfach endgültig und fühl mich frei Und was mir auffällt, ist, das Ende ist sehr üblich, weil Das Letzte, was noch übrig bleibt, sind Texte, die ich drüber schreib!

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